Parteien

Parteien im Nübbeler Gemeinderat

CDU

(aus der Chronik der Gemeinde Nübbel von 1999)
Als einer der ersten in Westdeutschland wurde der CDU-Kreisverband Rendsburg am 5.Dezember 1945 gegründet. Im Bestand des Kreisvereins der CDU Rendsburg-Eckerförde befinden sich leider keinerlei Gründungs- dokumente hinsichtlich des Ortsverbandes Nübbel. So läßt sich lediglich auf das mit dem Jahr 1980 beginnenden Protokollbuch zurückgreifen. Festzuhalten bleibt auf jeden Fall bis dahin, daß der CDU Ortsverein in der Regel durch seine Bürgermeister dominiert wurde. In der Zeit von 1962 bis 1974 war die CDU immer mit 7 bis 8 Sitzen (von 11) im Nübbeler Gemeinderat vertreten. Bei der Kommunalwahl 1978 erhielt die CDU nur 6 Sitze, weil 3 CDU Vertreter aus dem Ortsverein austraten und sich über die KWG in den Gemeinderat wählen ließen. Für die Bürgermeisterwahl reichte es dennoch. Bei der Kommunalwahl 1982 nur wiederum 6 Sitze, diesmal von 13 und stellt nicht mehr den Bürgermeister. Heute (2019) ist die CDU mit 3 Sitzen im Gemeinderat vertreten.

SPD

(aus der Chronik der Gemeinde Nübbel von 1999)
Im Jahre 1955 kam es in Nübbel zur Gründung einer der SPD nahestehenden Wählergemeinschaft. Sie verstand sich als Gegengewicht zur bis dahin dominierenden CDU. Bei der Kommunalwahl trat die Wählergemeinschaft mit einer eigenen Bewerberliste an und erhielt ein Mandat. Danach widerstanden die SPD Mitglieder einer aktiven Werbung der CDU für eine gemeinsame Bewerberliste für die nächste Kommunalwahl und gründeten im September 1959 einen SPD Stützpunkt in Nübbel, der damit zum Fockbeker Ortsverein gehörte. Aus dem Stützpunkt entstand im Februar 1974 ein selbstständiger SPD-Ortsverein Nübbel. Seit dieser Zeit werden regelmäßige Vorstandversammlungen, für alle Mitglieder offen, abgehalten. Seit 1980 wurde aus diesen Sitzungen Vollversammlungen. 1997 wurde das 34. Mitglied aufgenommen. Heute (2019) ist die SPD mit 2 Sitzen im Gemeinderat vertreten.

KWG

(aus der Chronik der Gemeinde Nübbel von 1999)
Das Gründungsprotokoll datiert aus dem Jahre 1970. Die Unterzeichneten haben bei ihrer öffentlichen Zusammenkunft am 02. März 1970 um 19:30 Uhr in der Gastwirtschaft Stolley, Nübbel, die Kommunale Wählergemeinschaft in der Gemeinde Nübbel gegründet. Es wurde nach demokratischen Grundsätzen öffentlich mit Stimmenmehrheit gewählt. Zum Vorsitzenden Rudolf Ehlers sen., zum Stellvertreter Hans-Günter Schumacher und zum Schriftführer Henry Landt (Schulleiter Grundschule). Eine Satzung und ein Programm waren vorbereitet und wurden beschlossen. Demnach war Zweck der Wählergemeinschaft eine lose Vereinigung zur Aufstellung einer Liste „Wählergemeinschaft“ für die Gemeindevertretung Nübbel anlässlich der Kommunalwahl 1970. Die KWG hatte mit ihrer Zielrichtung Erfolg und stellte bis heute mehrere Gemeindevertreter. Von 1982 bis 1994 wurde Heinz Rehder zum Bürgermeister gewählt. 1994 wurde Rudolf Ehlers jun. als KWG Kandidat zum Bürgermeister gewählt. Nach der Kommunalwahl 2018, kandidierte Ehlers nicht wieder, da die SPD signalisiert hatte, ihn nicht weiterhin zu unterstützen. Damit endete nach 36 Jahren (12/24) die Ära der KWG Bürgermeister.

BFN

seit 2012 eine Fraktion im Gemeinderat
Die Fraktion Bürgerforum Nübbel gründete sich 2012 aus 2 Mitgliedern der KWG und einem Mitglied der SPD. Mit ihrem Programm, die Windenergie in Nübbel zu verhindern, trat das Bürgerforum mit einer Liste zur Kommunalwahl 2013 an. Als Verfechter der Bürgerentscheide gegen Windenergie in 2010/2012 konnte es auf Anhieb 7 Direktmandate erringen und damit seine Verhinderungspolitik im Gemeinderat fortsetzen. Den Bürgermeister konnte es nicht stellen, da dieser in einem Losverfahren unterlegen war. Auch bei der Kommunalwahl 2018 trat das Bürgerforum wiederum mit einer Liste an und erreichte wieder 7 Direktmandate. Da der Bürgermeister der KWG nicht wieder kandidierte konnte ihre Bürgermeisterkandidatin durch Stimmenthaltung der SPD gewählt werden. Obwohl es nicht möglich ist, politisch die Windenergie auszubremsen, sieht es sich als einzige Kraft mit der Möglichkeit, weiterhin Windeignungsflächen zu verhindern.